Vaay Interview

VAAY – Das CBD Start-Up im Interview

Das Start-Up Vaay stellt CBD- und Hanfprodukte her. Dabei haben Sie ein großes Sortiment und viele außergewöhnliche Produkte, die zur inneren Balance und Entspannung beitragen sollen. Im Interview mit dem Gründer Finn Hänsel haben wir viel über das Start-Up, deren Gründer und deren Einstellung zu CBD Produkten gelernt.

Inhaltsangabe

Das CBD Start-Up Vaay

Vaay Team

Wann genau kam dir die Idee das CBD Start-Up Vaay zu gründen?

Zum ersten Mal ernsthaft mit dem Thema Cannabis habe ich mich vor knapp 20 Jahren beschäftigt. Damals, im Jahr 2002, habe ich mich als Mitglied der Jungen Union in Flensburg für eine Cannabis-Reform eingesetzt, mit dem Ziel, die Pflanze mit ihren positiven Eigenschaften zurück in die Gesellschaft zu holen (siehe http://www.cannabislegal.de/politik/ju-flensburg.htm). Dass ich nun viele Jahre später das Cannabisunternehmen Vaay gegründet habe, nachdem ich einige Start-ups im Tech-Bereich mit aufgebaut habe, ist daher nur konsequent.

Welches CBD-Produkt mögen eure Kunden am meisten?

Für Puristen geht nichts über das CBD-Öl als Mundspray, aber auch unsere Hemp Gummies und das NIGHT Schlaf-Spray sind sehr gefragt.

Vaay Interview
Vaay Night Spray

Vaay hat bereits einige innovative Produkte wie beispielsweise Badekugeln mit CBD auf den Markt gebracht, gibt es bereits Ideen und Pläne für weitere Produkte?

Auf jeden Fall! Unser Team um unsere promivierten Produktentwicklerinnen beschäftigt sich fast tagtäglich mit neuen Produkten, die wir dann in kleinen Marktstudien testen. Die Pipeline ist so voll, dass unser Team heute schon ächzt … Die Qualität der Produkte steht bei Vaay im Vordergrund – von der Auswahl des Hanfs, den richtigen Landwirten in Deutschland und der richtigen Verarbeitung bis hin zur Haptik, Farbe, dem Geschmack und der Wirkung der Produkte. Alles muss zu 100 Prozent stimmen, bevor wir ein Produkt in den Markt schicken.

Ihr habt bereits einen eigenen Pop-Up-Store in Berlin eröffnet, soll es davon weitere geben? Und wenn ja, ist es Deutschlandweit geplant?

Wir eröffnen demnächst unseren ersten permanenten Flagship-Store in Berlin neben unserem Office am Gendarmenmarkt. Das ist eine Art Muster-Store. Wie es von da an für Vaay weitergeht, entscheiden wir im Laufe der nächsten Monate.

Über die Aufklärung über Hanf

Findest du, dass Aufklärung über Hanf und Cannabis in Schulen eine gute Idee ist?

Ja, auf jeden Fall. Prävention und Aufklärung sind doch gerade bei jungen Menschen unfassbar wichtig. Es könnte zum Beispiel im Biologieunterricht ein Thema sein. So könnte man die Schüler*innen über die Gefahren im Umgang mit der Pflanze, aber auch ihren Nutzen aufklären. Bis dahin ist es wohl aber noch ein weiter Weg …

Wieso steht deiner Meinung nach Deutschland der Verwendung von CBD noch recht „konservativ“ gegenüber?

Cannabis ist zum Beispiel in den USA und Kanada, aber auch in den Niederlanden in der breiten Gesellschaft viel mehr verankert und wird durch alle Altersklassen genutzt, sowohl in THC- als auch in CBD-Form. In Deutschland hat es diese Durchdringung bei den meisten bisher nur in Erinnerung an ihre Jugendzeit gegeben. Wir arbeiten daran, dass Cannabis und speziell CBD auch wieder in der Mitte der Gesellschaft ankommt.

Vaay sitzt in Berlin. Wie ist die Einstellung lokal gegenüber CBD-Produkten? Denkst du, es gibt in Deutschland Regionen, die offener auf CBD-Produkte reagieren als andere?

Nach unserer Erfahrung ist das sogar von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich. Und obwohl in Berlin die regierende Mehrheit eine Freigabe von Cannabis fordert, sind die Behörden auf Stadtteilebene selbst bei CBD immer noch sehr streng. Für mich eine sehr inkonsequente Sichtweise. Trotzdem kann man wohl aus Gesamtsicht sagen, dass NRW und Bayern eher konservativer im Umgang mit CBD sind als der Rest der Republik.

Der Gründer von Vaay

Der Gründer von Vaay Finn Age Hänsel

Finn Age Hänsel

Er ist der Gründer von Vaay. Gemeinsam mit Fabian Tiede und seinem Team aus Produktentwicklern, Medizinern und Wissenschaftlern, gründete er die beiden Tochterunternehmen der Sanity Group Vaay und Vayamed. Vayamed beschäftigt sich hauptsächlich mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, im Gegensatz zu den Produkten von Vaay, die für jeden frei zugänglich sind. “Vaay arbeitet dafür, die Vorteile von Cannabinoiden, Terpenen und Flavoniden frei verfügbar zu machen. “

Nutzt du CBD selbst regelmäßig und wenn ja, welche Produkte?

Ja, auf CBD bin ich das erste Mal nach dem Sport aufmerksam geworden, nachdem ich den Halbmarathon 2017 in Berlin gelaufen bin. Seitdem nutze ich eigentlich täglich CBD – das Spray, das Sportgel und sehr gerne auch die Badekugel von Vaay, wenn ich mich vor dem Schlafengehen entspannen möchte.

Wie waren die Reaktionen in Deinem Freundes- und Bekanntenkreis als du das erste Mal von der Idee mit CBD und Vaay erzählt hast?

Grundsätzlich Neugierde. Aber auch große Wissenslücken. Typische Fragen waren: Was macht man mit diesem CBD? Kann ich dann Auto fahren? Werde ich high? Gemessen daran, dass mein Bekanntenkreis fast komplett in den 30’ern ist und damit noch ‚relativ jung‘, zeigt es mir mal wieder, wie viel Aufklärungsarbeit Vaay noch in Deutschland leisten muss.

In bisherigen Interviews gehst du oft auf das Bedürfnis der Sicherheit ein, dass uns Deutsche abhält, mutige, aber auch riskante Entscheidungen zu treffen. Findest du, es ist einfacher, in „jungen“ Jahren den Schritt zu gehen und sich selbstständig zu machen, oder kommt mit den Jahren die Erfahrung?

Ich glaube, wir Deutschen sind nun einmal risikoavers. Ich selbst brauchte wirklich lange, bis ich den Mut hatte, etwas eigenständig selbst zu machen – ohne Netz und doppelten Boden. Im Nachhinein denke ich, dass man in den frühen Zwanzigern waghalsiger und somit offener gegenüber dem Risiko einer Gründung ist, auf der anderen Seite aber auch naiver. Und natürlich hat man auch weniger Erfahrung – das kann auch manchmal ein Nachteil sein.

Grundsätzlich ermutige ich aber junge Gründer, sich zu trauen und zu „machen“. Den Mangel an Erfahrung kann man zum Beispiel durch Angels oder Mentoren ausgleichen.

Zwischen deinem Vor- und Nachnamen hat sich noch der Zweitname Age versteckt, gibt es eine Geschichte hinter dem Namen, woher stammt er genau?

Ich bin eine Mischung aus dänischen, norddeutschen und ostpreußischen Einflüssen. Der Name Finn Age wird sowohl im Dänischen als auch im Friesischen als Doppelname genutzt. Meine Eltern haben unsere Familienhistorie als Anlass genommen, mir einen echten nordischen Namen zu geben.

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